Die Geschichte der AMV Nordmark

Gründung und Weimarer Zeit

Eine Universität ohne kulturelles Leben? Einfach unvorstellbar! Auch die Universität Hamburg macht da selbstverständlich keine Ausnahme. Als die Gründungsväter der Universität die Eröffnungsfeier unserer Hochschule am 10. Mai 1919 in der Musikhalle stattfinden ließen, verstanden dies unsere Gründungsväter als den berühmt-berüchtigten Wink mit dem Zaunpfahl. Elf Tage später zogen sie nach und hoben am 21. Mai 1919 unsere Akademisch-Musikalische Verbindung aus der Taufe. Schnell etablierte sich der neu gegründete Bund auch an der Universität. Nur wenige offizielle Veranstaltungen verzichteten in der damaligen Zeit auf die Beteiligung unserer musischen Gruppen.

Weltkrieg

Im Jahre 1934 wurde aber dem bis dahin ganz ansehnlichen Wachstum unserer Gemeinschaft ein jähes Ende gesetzt. Um der Gleichschaltung im NS-Studentenbund zu entgehen, lösten wir uns frühzeitig auf. Ein aktives Verbindungsleben fand zur Zeit des Dritten Reiches deshalb nicht statt. Nur unsere Alten Herren bemühten sich, den Kontakt zueinander nicht zu verlieren.

Neubeginn

Erst 16 Jahre später ging es weiter. Zum Sommersemester 1950 wurden wir erneut gegründet. Dank etwas Glück konnten wir bereits kurz darauf unsere ersten, wenn auch provisorischen Verbindungsheime beziehen. Ein Offizierskasino an der Rothenbaumchaussee, später ein alter Luftschutzbunker auf dem Heiligengeistfeld boten uns nun ein Zuhause und den nachbarschaftlichen Ohren Schutz vor unseren Proben. Dies war nicht aufgrund der künstlerischen Qualität, sondern der musischen Quantität wegen notwendig, als Chor und Orchester um die Wette probten. Nach einigen Jahren waren wir wieder soweit in das Leben rund um den und auf dem Campus integriert, dass wir uns auch wieder in ein “überirdisches Haus” in der Schlüterstraße wagen konnten. Es folgten die auch für Verbindungen stürmischen 60er-Jahre, die ein Auf und Ab für unsere Gemeinschaft bedeuteten. Die hanseatische Gelassenheit half uns aber auch diese Zeit überstehen.

Heute

Einige Umzüge später fanden wir dann unsere Heimstatt in der Magdalenenstraße, wo wir über dreißig Jahre lang blieben. Erst zum Wintersemester 2004 haben wir ein letztes Mal das Quartier gewechselt und feiern, spielen und singen nun in Winterhude. Das Orchester hat sich aufgelöst, eine Theatergruppe leider auch wieder, der Chor hat sich jedoch wieder gegründet und läuft recht stabil. Die Geschichte der Nordmark wird fortgesetzt …